Zahl der Deutschlandstipendien stieg 2025 um 1,5 Prozent
Mehr Stipendien, mehr privates Geld
Die Zahl der Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten ist 2025 erneut gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt erhielten 33.500 Studierende eine Förderung nach dem Stipendienprogramm-Gesetz – ein Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gemessen an der vorläufigen Studierendenzahl des Wintersemesters 2025/2026 lag ihr Anteil bei 1,2 Prozent.
Das Programm, das seit dem Sommersemester 2011 läuft, fördert Studierende, von denen herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwartet werden. Die monatliche Förderung von 300 Euro trägt je zur Hälfte der Bund und private Mittelgeber – ein Prinzip, das wie ein Matching-Fonds funktioniert: Jeder private Euro zieht automatisch einen weiteren aus dem Bundeshaushalt nach sich.
Hochschulen mobilisieren 35 Millionen Euro
Den privaten Anteil müssen die Hochschulen selbst einwerben – und das gelingt ihnen zunehmend besser. 2025 flossen auf diesem Weg insgesamt 35 Millionen Euro, 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Förderung läuft in der Regel über mindestens zwei Semester.
Hinter dieser Summe stehen gut 7.500 Mittelgeber aus unterschiedlichen Bereichen. Den größten Beitrag leisteten sonstige juristische Personen des privaten Rechts – also Vereine, eingetragene Genossenschaften und Stiftungen –, die mit 2.590 Mittelgebern insgesamt 15,5 Millionen Euro beisteuerten. Kapitalgesellschaften folgten mit 2.960 Mittelgebern und einer Fördersumme von 9,3 Millionen Euro. Privatpersonen und Einzelunternehmen engagierten sich mit 2.040 Mittelgebern und 4,5 Millionen Euro.
Saarland vorn, Berlin und Thüringen abgeschlagen
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Einwerbung privater Fördermittel. Das Saarland setzte sich – wie bereits in den Vorjahren – an die Spitze: Dort wurden 1,9 Prozent der Studierenden mit einem Deutschlandstipendium gefördert. Am anderen Ende der Skala lagen Berlin und Thüringen, wo der Anteil jeweils bei nur 0,6 Prozent blieb.
2025 erhielten 33.500 Studierende ein Deutschlandstipendium – 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Private Mittelgeber steuerten 35 Millionen Euro bei. Das Saarland lag beim Förderanteil vorn, Berlin und Thüringen bildeten das Schlusslicht.
(08.07.2026, prh - nach einer Destatis-Meldung)
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