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Zu alt zum Lernen? Wie Vorurteile über Ältere den Job beeinflussen

Wer im Betrieb über Personal entscheidet und Ältere für weniger leistungsfähig hält, stellt seltener Menschen über 50 ein und schickt sie seltener zu Fortbildungen.

Das zeigt eine Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Dafür wurden rund 1.300 Betriebe befragt.

Dabei sind Ältere heute wichtiger denn je: Drei von vier Menschen zwischen 55 und 64 Jahren sind erwerbstätig. Vor zehn Jahren waren es knapp zwei Drittel.

Je stärker die Vorurteile sind, desto deutlicher sind die Folgen: Ältere bekommen seltener eine neue Stelle und seltener eine Weiterbildung.

Auffallend ist: In Betrieben mit viel moderner, digitaler Technik spielen die Vorurteile bei Weiterbildungen kaum eine Rolle. Wo Wissen schnell veraltet, müssen offenbar alle dazulernen, unabhängig vom Alter. Bei Neueinstellungen macht die Technik dagegen keinen Unterschied.

Besonders stark wirken Vorurteile in kleinen Betrieben mit weniger als 100 Beschäftigten. Dort gibt es oft keine Personalabteilung und keine festen Regeln. Deshalb entscheidet häufig die Meinung einer einzelnen Chefin oder eines einzelnen Chefs.

Die Forscher*innen empfehlen, Vorurteile gegenüber Älteren gezielt abzubauen. Außerdem sollte es Anreize geben, Ältere einzustellen und weiterzubilden. Ältere Beschäftigte seien ein Gewinn für Betriebe, keine Last.


In aller Kürze
Studie zeigt: Vorurteile gegenüber Älteren kosten Chancen – digitale Betriebe halten bei der Weiterbildung dagegen.

(12.10.2026, prh)

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