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Voller Markt, hohe Ansprüche: Schweizer Bildungsanbieter unter Druck

Wettbewerb in der schweizerischen Weiterbildungsbranche

Kursanbieter, Volkshochschulen, Einzeltrainer – wer heute eine Weiterbildung anbietet, spürt es deutlich: Die Luft wird dünner. Eine neue Schweizer Studie zeigt, warum der Druck wächst und wie die Branche darauf reagiert.

Mehr Anbieter, mehr Druck

83 Prozent der Befragten stehen im direkten Wettbewerb mit anderen – und dieser Wettbewerb hat sich verschärft: Vier von fünf Anbietern sagen, dass der Druck in den letzten drei Jahren gestiegen ist. Der Markt ist leicht zugänglich, die Eintrittshürden sind niedrig. Immer mehr Einzelpersonen und Selbstständige bieten Kurse an, hinzu kommen neue private Bildungseinrichtungen. Das Angebot wächst schneller als die Nachfrage.

Was Lernende heute erwarten

Erschwerend kommt hinzu, dass sich auch die Erwartungen der Teilnehmenden verändert haben. Lange Seminare über mehrere Tage? Zunehmend unattraktiv. Gefragt sind kurze, kompakte Formate, die sich bequem in Berufsalltag und Privatleben einfügen lassen – am besten online oder als Mischung aus Präsenz und Digital.

Auch KI-Tools im Unterricht werden häufiger erwartet. Unternehmen als Auftraggeber signalisieren derweil: Die Weiterbildungsbudgets schrumpfen, die Ansprüche nicht.

Qualität statt Rabattschlacht

Trotz allem ist die Branche nicht in Panik. Die meisten Anbieter schätzen ihre eigene Position als stark ein. Und statt Preissenkungen setzen sie lieber auf Differenzierung: neue Zielgruppen erschließen, Angebote weiterentwickeln, in Marketing und Infrastruktur investieren. Der Schweizer Weiterbildungsmarkt kämpft – aber mit Köpfchen.

Hintergrund
Die Studie analysiert die Antworten von fast 300 Weiterbildungsanbietern, die im Frühling 2025 an der jährlichen Anbieterumfrage teilgenommen haben. Sie stammt vom SVEB – dem Schweizerischen Verband für Weiterbildung.


In aller Kürze
Schweizer Weiterbildungsanbieter spüren wachsenden Wettbewerbsdruck: mehr Konkurrenz, sinkende Budgets, steigende Ansprüche. Die Branche reagiert mit Qualität, Differenzierung und neuen Zielgruppen statt Preissenkungen.



(24.06.2026, prh)

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