Lebenslanges Lernen im Aufwind: Gasthörerzahlen steigen um acht Prozent

Wissensdurst ohne Prüfungsdruck: Das Gaststudium an deutschen Hochschulen
Im Wintersemester 2025/2026 stieg die Zahl der Gasthörenden an deutschen Hochschulen um acht Prozent auf 36.000 (Vorjahr: 33 200). Trotz dieses Aufwärtstrends bleibt das Vor-Corona-Niveau aus dem Wintersemester 2019/2020 (37.200) unerreicht, nachdem die Pandemie im Wintersemester 2020/2021 zu einem drastischen Einbruch geführt hatte.
Demografische Entwicklung der Gaststudierenden
Im Gegensatz zu früheren Jahren mit starkem Zuwachs bei den über 60-Jährigen stiegen die Zahlen diesmal gleichmäßig über alle Altersgruppen. Das Durchschnittsalter (52 Jahre) und der Frauenanteil (48 Prozent) blieben stabil. Während die Zahl deutscher Gaststudierender um zehn Prozent auf 32.200 wuchs, sank die Zahl ausländischer Gäste um zwei Prozent auf 3.800 (zehn Prozent Anteil).
Bildungschancen im Kontext des lebenslangen Lernens
Als wichtiger Baustein des lebenslangen Lernens bietet das Gaststudium auch ohne Hochschulreife einen prüfungsfreien Zugang zur Wissenschaft. Im Gesamtgefüge der Hochschulen bleibt dies jedoch eine Nische: Verglichen mit den 2,9 Millionen ordentlich Studierenden machen die Gasthörenden lediglich rund ein Prozent aus.
In aller Kürze
Im Wintersemester 2025/2026 stieg die Zahl der Gasthörenden an deutschen Hochschulen um 8 Prozent auf 36.000. Trotz des Zuwachses über alle Altersgruppen hinweg bleibt das Vor-Corona-Niveau von 37.200 unerreicht.
(11.06.2026, prh (nach einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes))
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