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OECD veröffentlicht Studie zum Digitaleinsatz

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Ohne Weiterbildung keine KI-Kompetenz

Künstliche Intelligenz zieht in Büros, Betriebe und Wohnzimmer ein – aber längst nicht überall im gleichen Tempo. Wer dabei zurückbleibt, hat die OECD jetzt genauer untersucht.

Große Firmen preschen vor

Gut die Hälfte der Großunternehmen arbeitet inzwischen mit KI, im Schnitt aller Betriebe ist es nur etwa jeder fünfte. So steht es im »Digital Economy and Society Outlook 2026« der OECD.

Bis 2030 könnte der Abstand sogar wachsen, denn kleineren Firmen fehlt es oft an Geld, technischer Ausstattung und Beschäftigten mit IT-Wissen. In der EU verzichteten 2025 rund 80 Prozent der Unternehmen ganz auf KI – und nur wenige davon hatten überhaupt über einen Einstieg nachgedacht.

Bildung macht den Unterschied

Auch quer durch die Bevölkerung verläuft eine Trennlinie. 37 Prozent der 16- bis 74-Jährigen nutzten 2025 generative KI, also Werkzeuge, die auf Anfrage etwa Texte formulieren. Unter Schüler*innen und Studierenden waren es 76 Prozent, bei Rentner*innen nur 13 Prozent.

Menschen mit Hochschulabschluss greifen deutlich häufiger zu als jene mit Pflichtschulbildung – der Abstand beträgt 22 Prozentpunkte. Genauso weit liegen hohe und niedrige Einkommen auseinander.

Ältere brauchen Lernangebote

Besonders zurückhaltend sind die 55- bis 74-Jährigen, auch wenn sich ihr Anteil binnen eines Jahres mehr als verdoppelt hat. Viele sehen keinen Bedarf, anderen fehlen die nötigen Fähigkeiten.

Die OECD sieht eine Ursache darin, dass im Alter weniger Weiterbildung stattfindet. KI ersetze digitale Grundkenntnisse nicht, sie hebe vielmehr die Hürde für eine sinnvolle Nutzung. Zugleich werden Betrugsmaschen mit geklonten Stimmen glaubwürdiger. Öffentlichen Bibliotheken schreibt der Bericht eine wichtige Rolle als vertrauenswürdige Anlaufstellen zu.


In aller Kürze
Großbetriebe nutzen KI weit häufiger als kleine Firmen, Bessergebildete öfter als Menschen mit wenig Schulbildung. Laut OECD fehlt gerade Älteren oft die Weiterbildung, um mitzuhalten.

(06.11.2026, prh)

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