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Die Psychologie des Lernens: Was Geduld mit Fortbildung zu tun hat

Weiterbildung (Symbolbild)

Niedrige Weiterbildungsbeteiligung

Deutschland liegt bei der Weiterbildung deutlich unter dem EU-Durchschnitt. 2024 nahmen rund 9,4 % der 25- bis 64-Jährigen an Weiterbildungsangeboten teil, EU-weit waren es 13,5 %. Im europäischen Vergleich gehört Deutschland damit nicht zur Spitzengruppe.

Geduld als Schlüsselgröße

Eine Studie des ifo Instituts sieht einen zentralen Grund in der individuellen Geduld. Gemeint ist die Bereitschaft, kurzfristige Kosten wie Zeitaufwand zugunsten langfristiger Vorteile zu akzeptieren.

Menschen mit höherer Geduld investieren häufiger in Weiterbildung als weniger geduldige Personen.

Kulturelle Einflüsse wirken fort

Die Auswertung von Mikrozensus-Daten und dem »Global Preferences Survey« zeigt: Kulturelle Prägungen beeinflussen die Weiterbildungsneigung messbar.

Auch in der zweiten Einwanderergeneration bleibt dieser Effekt bestehen, wenn auch abgeschwächt.

Konsequenzen für die Bildungspolitik

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bessere Strukturen allein nicht ausreichen. Bildungspolitik sollte stärker psychologische Faktoren berücksichtigen und Anreize schaffen, die langfristige Bildungsentscheidungen attraktiver machen – insbesondere mit Blick auf Digitalisierung und demografischen Wandel. (09.02.2026, prh)

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