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Bildungsurlaub bleibt Ausnahme statt Regel

Bildungsurlaub (Symbolbild)

Bildungsurlaub: Ein Recht, das kaum genutzt wird

Viele Beschäftigte in Deutschland haben ein Recht auf Bildungsurlaub. Trotzdem nutzen es nur sehr wenige.

In den meisten Bundesländern liegt der Anteil unter einem Prozent. Ein wichtiges Angebot für Lernen und Weiterbildung bleibt damit fast ungenutzt.

Was ist Bildungsurlaub?

Bildungsurlaub ist zusätzliche freie Zeit für anerkannte Weiterbildungen. Er kommt zum normalen Urlaub dazu. In 14 von 16 Bundesländern ist dieser Anspruch gesetzlich geregelt. Meist stehen fünf Tage pro Jahr zur Verfügung. Bayern hat keinen Bildungsurlaub, Sachsen plant eine Einführung.

Wie oft wird Bildungsurlaub genutzt?

Die Nutzung ist sehr gering. In Niedersachsen nehmen rund 1,5 Prozent teil, in Rheinland-Pfalz etwa 1,8 Prozent über zwei Jahre. In vielen anderen Bundesländern liegen die Werte noch darunter. Für die meisten bleibt Bildungsurlaub ein Recht auf dem Papier.

Warum nutzen so wenige den Bildungsurlaub?

Viele Beschäftigte kennen ihren Anspruch nicht oder wissen nicht, wie sie Bildungsurlaub beantragen können. Zudem gibt es Sorgen im Betrieb, etwa vor Ärger mit Vorgesetzten oder zusätzlicher Belastung für Kolleg*innen. Weiterbildung gilt oft nicht als selbstverständlicher Teil der Arbeit.

Welche Folgen hat das?

Die Arbeitswelt verändert sich schnell. Neue Aufgaben erfordern neue Kenntnisse. Wird Bildungsurlaub kaum genutzt, fehlt vielen die Zeit zum Lernen. Das kann Nachteile für Beschäftigte und Unternehmen haben.

Was müsste sich ändern?

Fachleute fordern bessere Informationen und klare Regeln im Betrieb. Wichtig ist auch eine positive Haltung zum Lernen. Weiterbildung sollte als Chance gesehen werden, damit Bildungsurlaub tatsächlich genutzt wird.

(03.01.2026, prh)

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