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Rückgang der Studienberechtigten in Deutschland im Jahr 2025

Hörsaal (Symbolbild)

Schulreformen und Demografie: Acht Prozent weniger Studienberechtigte

Die Zahl der Menschen mit einer Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland ist im Jahr 2025 deutlich gesunken.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erwarben 341.000 Personen die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Dies entspricht einem Rückgang von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung beeinflusst die Nachfrage nach Studienplätzen und die künftige Verfügbarkeit von Fachkräften.

Ursachen für die sinkenden Zahlen

Ein wesentlicher Grund für diese Veränderung ist die Demografie. Die aktuellen Abschlussjahrgänge stammen aus geburtenschwächeren Jahren.

Zusätzlich wirken sich schulpolitische Reformen aus. In Bayern erfolgte die Umstellung von acht auf neun Gymnasialjahre (G8 auf G9). Durch diese Umstellung verlassen in manchen Jahren weniger Jugendliche die Schulen mit einem Abschluss, was die Statistik zusätzlich beeinflusst.

Auswirkungen auf Hochschulen und Arbeitsmarkt

Der Rückgang betrifft vor allem Gymnasien, während Abschlüsse an beruflichen Schulen teilweise stabiler bleiben.

Für Hochschulen bedeutet dies, dass Zulassungsbeschränkungen wie der »Numerus Clausus« (eine Beschränkung der Studienplätze durch Notenschnitte) weniger streng ausfallen könnten.

Langfristig führt die Entwicklung jedoch zu einem geringeren Angebot an hochqualifizierten Arbeitskräften. Um diese Lücke zu füllen, gewinnen die Gewinnung internationaler Studierender und die berufliche Weiterbildung an Bedeutung.

  (25.02.2026, prh - nach einer Destatis-Meldung)

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