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Sparen beim Familien- und Bildungsministerium: Was der Haushalt 2027 bedeutet

Für das BMBFSFJ wird es finanziell enger

Im Haushaltsentwurf 2027 sind rund 15,48 Milliarden Euro vorgesehen – etwa 1,19 Milliarden Euro weniger als 2026. Hauptgrund sind niedrigere Ansätze bei den gesetzlichen Familienleistungen, dazu kommen 276,4 Millionen Euro an pauschalen Kürzungen, darunter erstmals 96 Millionen Euro durch geplante Effizienzmaßnahmen.


Bildung: Gemischtes Bild zwischen Kürzung und Digital-Schub

Im Bildungsbereich selbst zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Für die »Leistungsfähigkeit des Bildungswesens« stehen mit 1,71 Milliarden Euro etwas weniger zur Verfügung als 2026 (1,74 Milliarden Euro), auch die Modernisierung der beruflichen Bildung sinkt leicht auf 382,4 Millionen Euro.
 
Deutlich positiver sieht es bei der Digitalisierung von Schulen aus: Für digitale Bildungsinfrastruktur stehen mit 360 Millionen Euro erheblich mehr Mittel bereit als im Vorjahr (225 Millionen Euro) – eine Steigerung um 60 Prozent. Der »Digitalpakt 2.0« bleibt stabil bei 50 Millionen Euro. Beim Ausbau der Kindertagesbetreuung hingegen wird kräftig gekürzt: von 940 auf 433,8 Millionen Euro.


Familienleistungen: Elterngeld und Unterhaltsvorschuss betroffen

Der größte Etatposten bleiben die gesetzlichen Familienleistungen mit 11,96 Milliarden Euro – gut eine Milliarde weniger als 2026. Das Elterngeld sinkt von 7,51 auf 7,07 Milliarden Euro, der Unterhaltsvorschuss besonders stark von 1,31 Milliarden auf 914 Millionen Euro. Einzig das Kindergeld steigt leicht, von 227,5 auf 241,1 Millionen Euro.


Kinder- und Jugendpolitik: Umschichtung statt Kürzung

Für Kinder- und Jugendpolitik bleibt das Budget mit 1,09 Milliarden Euro fast stabil. Die Mittel für Demokratiebildung und Extremismusprävention sinken zwar von 204,5 auf 170,1 Millionen Euro, dafür wächst die Bundesstiftung Frühe Hilfen von 56 auf 71 Millionen Euro. Freiwilligendienste bleiben unangetastet.

In aller Kürze
Das Ministerium muss 2027 mit 1,19 Milliarden Euro weniger auskommen. Im Bildungsbereich stehen leichten Kürzungen bei beruflicher Bildung und Bildungswesen ein deutliches Plus bei der Digitalisierung von Schulen gegenüber. Bei den Familienleistungen trifft es vor allem Elterngeld und Unterhaltsvorschuss.
(20.08.2026, prh)

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