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Qualifizierungswege in MINT-Berufen

Weiterbildungswege

Innovation gestalten und Zukunft sichern

MINT-Berufe sind der Motor für Digitalisierung und Energiewende. Da in diesen Bereichen viele Fachkräfte fehlen, ergeben sich hervorragende Chancen für Beschäftigte, durch gezielte Qualifizierung in zukunftssichere und gut bezahlte Positionen aufzusteigen. Ob in der IT-Sicherheit oder der Elektrotechnik – die Wege nach oben sind vielfältig.

Formale Voraussetzungen für den vertikalen Aufstieg

Um in MINT-Berufen eine höhere Karrierestufe zu erreichen (vertikaler Aufstieg), sind bestimmte Bedingungen entscheidend:

  • Basisqualifikation: Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung in einem technischen oder IT-Beruf oder ein entsprechendes Studium.
  • Berufserfahrung: Für Aufstiegsfortbildungen (z.B. zum Techniker oder Fachwirt) wird meist eine ein- bis zweijährige Tätigkeit im erlernten Beruf verlangt.
  • Zertifizierungen: Besonders in der IT sind herstellerunabhängige oder staatlich anerkannte Zertifikate oft die formale Bedingung, um spezialisierte Aufgaben übernehmen zu dürfen.

1. Fachinformatiker*in (Schwerpunkt Anwendungsentwicklung oder Systemintegration)

Softwareentwickelnde und IT-Sicherheitsexperten werden in fast jeder Branche händeringend gesucht.

  • Der Einstieg (Ausbildung): Eine dreijährige duale Ausbildung bildet die Grundlage.
  • Konkrete Weiterbildungen (Beispiele):
    • Spezialisierung: Kurse zum Cyber Security Professional, Cloud-Administrator oder Data Scientist.
    • Methodik: Zertifizierungen in agilen Arbeitsweisen wie Scrum Master oder IT-Projektmanagement.
  • Vertikaler Aufstieg: Ziel kann die Qualifizierung zum Operative Professional (IT-Fachwirt) sein, was einem Meistertitel entspricht. Auch ein Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik ist für Erfahrene oft ohne Abitur möglich und führt in die IT-Leitungsebene.

2. Elektroniker*in für Automatisierungstechnik (Mechatronik)

Mechatronische Berufe sind besonders gefragt, da sie mechanische, elektrische und digitale Bereiche verbinden.

  • Der Einstieg (Ausbildung): Eine 3,5-jährige Ausbildung in Industrie oder Handwerk.
  • Konkrete Weiterbildungen (Beispiele):
    • Technik: Fortbildungen in Robotik, SPS-Programmierung (Speicherprogrammierbare Steuerung) oder Industrie 4.0-Anwendungen.
    • Energie: Spezialisierung auf Smart Grid Management oder effiziente Antriebstechnik.
  • Vertikaler Aufstieg: Die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker (Fachrichtung Elektrotechnik/Mechatronik) oder der klassische Meisterbrief ermöglichen es, Teams zu führen und komplexe Produktionsanlagen zu planen

3. Technische/r Systemplaner*in oder Produktdesigner*in

Diese Fachkräfte sind entscheidend für die Planung in der Elektro- und Maschinentechnik.

  • Der Einstieg (Ausbildung): Eine dreijährige duale Ausbildung, oft im Bereich Maschinen- und Anlagenkonstruktion.
  • Konkrete Weiterbildungen (Beispiele):
    • Software: Expertenkurse für 3D-CAD-Systeme, BIM (Building Information Modeling) oder digitale Zwillinge.
    • Management: Weiterbildung im technischen Vertrieb oder Qualitätsmanagement.
  • Vertikaler Aufstieg: Hier bietet sich die Prüfung zum Technischen Fachwirt (IHK) an. Dieser Abschluss verbindet technisches Wissen mit kaufmännischer Leitungskompetenz und bereitet auf die Schnittstellenposition zwischen Konstruktion und Geschäftsführung vor.

Qualifizierung als Schlüssel zum Erfolg

Die Anforderungen in MINT-Berufen wandeln sich durch neue Technologien schnell. Kontinuierliche Weiterbildung ist hier kein Hindernis, sondern die größte Chance: Wer sein Wissen aktuell hält, sichert sich nicht nur seinen Arbeitsplatz, sondern gestaltet aktiv die Welt von morgen mit.


 

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