Qualifizierungswege in Transport und Logistik
Mobilität und Versorgung sichern
In Transport und Logistik fehlen heute viele Fachkräfte – von der Fahrerkabine bis zur Lagerleitung. Lieferungen verzögern sich, weil Personal fehlt. Für alle, die gerne unterwegs sind oder Organisationstalent besitzen, bietet dieser Engpass hervorragende Chancen. Durch gezielte Weiterbildung kann man hier schnell von der ausführenden Ebene in die Planung und Leitung aufsteigen.
Formale Voraussetzungen für den vertikalen Aufstieg
Wer in diesem Berufsfeld die Karriereleiter hinaufsteigen möchte (vertikaler Aufstieg), muss bestimmte Bedingungen erfüllen:
- Berufsabschluss: Die Grundlage ist eine abgeschlossene Ausbildung (z.B. als Berufskraftfahrer, Fachkraft für Lagerlogistik oder Kaufmann für Spedition).
- Berufserfahrung: Für höhere Abschlüsse wie den Meister oder Fachwirt wird oft eine ein- bis zweijährige Praxiszeit im jeweiligen Berufsfeld vorausgesetzt.
- Gesetzliche Vorgaben: Im Transportbereich sind oft zusätzliche Prüfungen oder regelmäßige Pflichtfortbildungen (z.B. alle 5 Jahre nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz) zwingend vorgeschrieben.
1. Berufskraftfahrer*in und Lokführer*in
Diese Berufe halten die Lieferketten auf Straße und Schiene in Gang.
- Der Einstieg (Ausbildung): Eine dreijährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer oder eine Umschulung zum Lokführer.
- Konkrete Weiterbildungen (Beispiele):
- Zusatzqualifikationen: Erwerb des ADR-Scheins für Gefahrguttransporte, Schulungen zur Ladungssicherung oder der Staplerschein.
- Technik: Module zum wirtschaftlichen Fahren (Eco-Training) oder zum Umgang mit digitalen Tachographen.
- Vertikaler Aufstieg: Qualifizierung zum Meister für Kraftverkehr oder zum Fachwirt für Güterverkehr und Logistik. In diesen Positionen plant man den Fuhrpark, übernimmt die Personalplanung und sorgt für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
2. Fachkraft für Lagerlogistik
Hier geht es um die intelligente Verwaltung und den Versand von Warenströmen.
- Der Einstieg (Ausbildung): Eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik oder zweijährig als Fachlagerist.
- Konkrete Weiterbildungen (Beispiele):
- Spezialisierung: Zertifikate in Lagerverwaltungssystemen (LVS), Zollabwicklung oder Hygienemanagement für Lebensmitteltransporte.
- Teilqualifikationen: Gezielte Module wie Wareneingang oder Versandlogistik.
- Vertikaler Aufstieg: Die Weiterbildung zum Logistikmeister oder Betriebswirt für Logistik. Als Meister leitet man große Lagerbereiche, optimiert Prozesse und bildet selbst Nachwuchs aus.
3. Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistungen
Diese Fachkräfte sind die Architekten des Transports und organisieren weltweite Warenwege.
- Der Einstieg (Ausbildung): Eine dreijährige kaufmännische Ausbildung.
- Konkrete Weiterbildungen (Beispiele):
- Fachthemen: Spezialkurse für Luftfracht, Seefracht-Abwicklung oder Versicherungsrecht.
- IT & Sprachen: Englisch für Logistikberufe oder SAP-Schulungen für das Bestandsmanagement.
- Vertikaler Aufstieg: Der Abschluss als Fachwirt für Logistiksysteme oder ein Studium im Supply-Chain-Management. Diese Qualifikationen bereiten auf das mittlere und obere Management in internationalen Logistikkonzernen vor.
Warum sich die Qualifizierung lohnt
Der Transportsektor wird durch Technik und Digitalisierung immer anspruchsvoller. Wer sich spezialisiert – zum Beispiel auf Gefahrgut oder digitale Logistikplanung – wird zur gesuchten Fachkraft mit hoher Arbeitsplatzgarantie. Die Wege sind dabei durchlässig: Auch ohne Abitur kann man über die berufliche Schiene bis in Führungspositionen gelangen.
Weiterbildungswege: Navigation
Karrierewege in der nachhaltigen Entwicklung: Ein Leitfaden zu Qualifikationen in Zukunftsbranchen
Beispiel 1: Umwelttechnik und erneuerbare Energien
Beispiel 2: Abfallwirtschaft und Kreislaufwirtschaft
Beispiel 3: Baugewerbe und nachhaltiges Bauen
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Perspektiven in Engpassberufen
Beispiel 1: Gesundheits- und Sozialwesen
Beispiel 2: Handwerk und Bau
Beispiel 3: MINT-Berufe
Beispiel 4: Transport und Logistik
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