Erwartungen als Schlüsselfaktor: So prägt die eigene Haltung Weiterbildungen
Nutzenerwartung bestimmt Teilnahme
Die persönliche Erwartungshaltung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Teilnahme an betrieblicher Weiterbildung.
Eine Studie des ifo Instituts und der TU München an 3.701 Beschäftigten betont nicht-monetäre Erträge, also Vorteile abseits des Entgelts. Wer durch Schulungen spannendere Aufgaben, Aufstiegschancen oder Arbeitsplatzsicherheit erwartet, nimmt deutlich häufiger teil.
Erwartete Lohnsteigerungen von durchschnittlich knapp neun Prozent wirken dagegen schwächer als berufliche Perspektiven.
Kluft bei Geringqualifizierten
Zwischen Qualifikationsstufen bestehen deutliche Abstände. Während 67 Prozent der höher Qualifizierten Kurse besuchen, sind es bei geringer Qualifizierten lediglich 45 Prozent.
Ursache ist oft ein Vorbehalt gegenüber nicht-monetären Erträgen: Geringer Qualifizierte erwarten seltener abwechslungsreiche Aufgaben. Dieser Faktor erklärt bis zu zwölf Prozent des Teilnahmegefälles.
Gezielte Information über tatsächliche Schulungsgewinne steigert die Teilnahmeabsicht nachweislich.
Die Erwartung nicht-monetärer Vorteile steuert die Teilnahme an betrieblicher Weiterbildung. Vorurteile bei Geringqualifizierten bremsen die Nutzung, lassen sich jedoch durch gezielte Informationen abbauen.
(24.07.2026, prh )
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