Mehr als zwei Drittel aller Bachelor-Studiengänge ohne Zugangsbeschränkung
Studieren ohne Einser-Zeugnis – so einfach wie nie
Wer nach dem Abitur studieren möchte, muss sich keine großen Sorgen mehr um die Note machen. Denn an deutschen Hochschulen gibt es immer weniger Zulassungsbeschränkungen – also Hürden wie den berühmten Numerus Clausus (NC).
Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des CHE Centrum für Hochschulentwicklung.
Zum Wintersemester 2026/27 sind nur noch knapp 32 Prozent aller Studiengänge mit einer Zugangsbeschränkung versehen. Bei Bachelor-Studiengängen liegt die Quote sogar nur noch bei 28,7 Prozent – sieben von zehn Bachelorstudiengängen stehen also allen Bewerberinnen und Bewerbern offen, egal welche Note im Zeugnis steht. Vor zehn Jahren sah das noch ganz anders aus: Damals war fast jeder zweite Bachelorstudiengang beschränkt.
Besonders entspannt ist die Lage in Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz, wo weniger als jeder fünfte Studiengang eine Zugangsbeschränkung hat. Am schwierigsten ist es nach wie vor in Berlin und Baden-Württemberg sowie in Großstädten wie Leipzig und München.
Selbst beliebte Fächer wie Medizin oder Pharmazie werden zugänglicher: Auf einen Medizinstudienplatz kamen zuletzt nur noch rund drei Bewerberinnen und Bewerber.
Wenig überraschend: Ob Uni oder Fachhochschule spielt kaum noch eine Rolle – die Chancen auf einen Studienplatz sind inzwischen überall ähnlich gut.
Nur noch knapp 32 Prozent der Studiengänge sind zugangsbeschränkt. Sieben von zehn Bachelor-Studiengängen stehen allen offen – NC verliert weiter an Bedeutung.
(23.06.2026, prh)
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